Micropayment Services & the Web
Das Web ist für Viele der Zugang zu einer Masse an kostenloser Information. Provokativ gesagt will niemand wirklich für irgendetwas zahlen. Oder etwa doch?
Aber wie und vor allem WIEVIEL ist hier die Frage. Die Antworten darauf wollen Micropaymentdienste wie Kachingle oder Flattr haben.
Wozu aber überhaupt Geld in die Hand nehmen?
Sobald eine Webseite erstellt wird geht es um Geld. Serverkosten, Providergebühren sowie die Arbeitszeit um nur ein paar Beispiele zu nennen. Auch wenn man es freiwillig macht und es lustig ist, draufzahlen will man im Endeffekt nicht.
Also zurück zur Philosophie für manchen Inhalt zu zahlen und was Micropaymentdienste damit zu tun haben wollen.
Ich finde es OK für Dinge zu zahlen die mir wichtig sind und mir persönlich etwas bringen. Ich zahle ja auch für den Internetprovider um meine Mails abrufen zu können, und den Strom um mir täglich Kaffee zu richten, Miete um ein Dach über dem Kopf zu haben uvm…
Ich zahle auch für Zeitungsabos um etwas von der Umwelt zu erfahren.
Aber im Web? Je kostenloser und freier desto gut. Aber wie finanzieren sich die Leute die hinter den ganzen Blogs dgl stehen? Manchmal sind es grössere Firmen, welche ein Sponsor spielen, öfter jedoch ist es Werbung, die den Leser eher abschreckt oder zum schnellen weiterklicken verleitet.
Selbst will man eher nicht Sponsor spielen oder für die ganze Arbeit eines anderen Zahlen. In der Gruppe tut man sich da schon leichter, es teilt sich alles etwas auf. Und das ist auch gut so. Und man zahlt ja nur für das was man bekommt. Fair Use sozusagen.
Und hier kommen dann Micropayments ins Spiel:
Als Internetnutzer und Leser vielen Onlinekontents möchte ich die Wahl haben zu sagen “Hey das gefällt mir, ich will dass du die gute Arbeit so weiterführst!”. Am nettesten in unserer Gesellschaft ist das mit etwas finanzieller Unterstützung oder einer lieben privaten Mail.
Kachingle und Co. setzen hier an und bieten eine einfache schmerzlose Möglichkeit Online Dienstleister zu unterstützen:
Der Benutzer zahlt im Monat einen kleinen Betrag ein, der es ihm Wert ist im Internet zu surfen und bereitgestellten Kontent anderer zu betrachten. Dieser Betrag (im Falle von Kachingle derzeit 5$ ~4,17€) wird auf alle Webseiten aufgeteilt, wo der nette Leser den Micropaymentknopf gedrückt hat. Und das fair nach der täglichen Nutzung.
Bei Bedarf auch komplett Anonym
Sprich Seiten die der Leser nur einmal pro Monat besucht erhalten von dem 5$ Budget weniger als Seiten welche der Leser täglich besucht. Den genauen Algorithmus der Berechnung kann man jederzeit bei den Mircopaymentbetreibern ansehen (zB http://kachingle.com/help/faq/calculation ).
Will man nicht mehr zahlen, deaktiviert man den Button einfach wieder durch einen Klick darauf.
Helfen kann einfach sein.
Die Gebühren sind moderat und auf jeden Fall geringer als bei PayPal & Co. Darum sind die beiden nur bedingt miteinander Vergleichbar. Von den 5$ stehen >4,5$ zum Spenden bereit, egal für wieviele Seitenbesuche und daraus resultierenden Spenden. PayPal würde jedesmal Gebühren verrechnen und dem Benutzer bliebe weniger Geld zum Verteilen.
Mehr zu paid content und ein Ansatz dazu hier: http://carta.info/20487/paid-content-kachingle/
